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Gute Betriebsysteme und die Zukunft

Ausgelöst durch die Ankündigung, dass Google nun auch ein Betriebsystem auf den Markt bringen will, ist dieser Beitrag entstanden. Aber um Chrome OS soll es garnicht gehen, sondern viel mehr um die Frage, “Was macht ein gutes Betriebsystem aus?”.


Früher war ein Betriebsystem dazu da, dem Anwender die Bedienung eines Computers zu ermöglichen. Es stellte alles Bereit, was zum laufen von Software nötig war. Nicht mehr und nicht weniger. Auch das Hardware angesprochen werden kann, ist die Aufgabe eines Betriebsystems. Und genau dahin sollten die Entwickler zurückkehren. Wenn sie denn ein schnelles und einfaches System haben wollen.

Ein Betriebsystem soll keine Bilder bearbeiten können. Audiodateien abspielen oder gar verarbeiten.Oder auch eine Software um im Internet zu surfen, sollte kein Bestandteil eines Betriebsystems sein. Ich denke Ihr versteht was ich meine.

Ein Betriebsystem soll lediglich dafür sorgen, dass Programme, wie die oben genannten, auf einem Computer laufen. Es stellt eine Verbindung her, zwischen Hardware und Software. Es stellt Funktionen bereit die Zugruff auf Hard- und Software ermöglichen und es sorgt für Sicherheit.

Warum werden heutige Betriebsysteme immerlangsamer, je länger man sie nutzt? Zum einen klar, jede Hardware hat ihre Grenzen. Je mehr ich auf meinen Desktop knalle oder Anwendungen ich gleichzeitig starte, um so langsamer wird es. Aber was ich meine ist, den Start der Systeme, den Start von Programmen.

Als man damals die gemeinsam genutzten Programmbibliotheken erfand, glaubte man den Stein der Weisen gefunden zu haben. Mehrere Programme nutzen eine Bibliothek. Klar schön und toll klingt das ersteinmal. Das ganze wurde dann mit der Registry garniert, in das sich die Programme bei der Installation eintrugen. Hier können Programme Informationen ablegen, so z.B. Verzeichnisse in denen sie ihre Daten schieben. Auch gemeinsam genutzte Bibliotheken oder Komponenten die beim Start des Systems geladen werden, sind dann in der Registry zu finden.

Und je mehr Programme ich installiere um so mehr muss beim Start geladen werden. Das verlangsamt den Start mit jedern neuen Installation. In Zeiten in denen Speicher, preislich sogutwie keine Rolle mehr spielt, könnte man den ganzen quatsch doch langsam aber sicher lassen.

Ich habe nichts gegen gemeinsam genutzte Programmbibliotheken, aber diese muss man nirgendwo eintragen, höchstens die Grundbestandteile eines Betriebssystems. Nehmen wir mal an Team A, entwickelt eine solche Bibliothek. Team B und C können die nutzen für ihre Software, man spart Programmieraufwand. Die Bibliothek wird nun dem Programm von Team B und C beigelegt. Und da bleibt sie auch, hier hört die gemeinsame Nutzung auf. Bei der Installation hat sowohl Team B als auch Team C eine Bibliothek von Team A im Verzeichnis. Fertig die Software weis wo sie ihre Dateien findet und muss nix in der Registry hinterlegen. Software könnte so auch viel einfacher von A nach B gebracht werden und die Systeme bekommen keinen Balast mehr aufgeladen.

Nun aber zurück zu einem guten Betriebsystem. Nach der Installation sollte ein System dem Nutzer die Wahl lassen, welche Software er haben möchte. Software die Rückstandslos entfernbar ist! Für Anwender mit wenig Erfahrung würde hier eine Auswahl sicher hilfreich sein, aus der man Software nachinstallieren kann. Erfahrene Andwender besorgen sich eh was sie wirklich brauchen. Keiner braucht wirklich ein System das schon alles mitbringt, spätestens dann nicht mehr, wenn man erfahrener wird.

Und ich halte auch nichts von Systemen die nur einen Webbrowser anbieten und glauben, in Zukunft würden die Menschen alles im Web machen. Klar darauf wird es hinauslaufen, aber da sind wir noch lange nicht. Denn ich persönlich möchte meine privaten Fotos oder Filme, bei mir zuhause wissen und nicht irgendwo in der “Wolke”. Zumal der größte Flaschenhals immer noch die Bandbreite ist. Man braucht sich nur Vorzustellen was passiert, wenn jeder Webnutzer seine Bilder mit 8 mio. Pixeln oder mehr online bearbeiten würde. Es würde eng werden, sehr eng im Web auch bei der Rechenkapazität.

Wo Google mit Chorme OS punkten wird ist, die Ausführung von Code aus dem Web. JavaScript mit direkter Hardwarebeschleunigung ohne große Umwege über das Betriebsystem. Vielleicht sogar mit begrenztem Zugriff auf das Dateisystem. Allerdings glaube ich auch, die anderen Hersteller werden schnell nachziehen. Ich denke das wird der nächste Sprung werden, was meint ihr? Anwendungen die man im Browser lädt, die darin laufen und die man auch nutzen kann, wenn keine Internetverbindung besteht. Sozusagen immer aktuelle Software die Daten auf der heimischen Festplatte verarbeiten kann.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 14. Juli 2009 um 13:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter Computer, Hardware, Software, Web-Software, Webentwicklung abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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